Was ist Event Tracking und was bringt es?

Haben Sie sich auch schon gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, in Google Analytics Klicks zu messen, die nicht zu einem neuen Seitenaufruf führen? Beispielsweise um herauszufinden, ob ein eingebundenes Video angeschaut wird? Oder ob es möglich ist, festzustellen, wie oft ein bestimmter Teaser auf der Startseite angeklickt wird? – Das ist möglich – mit dem sogenannten Event Tracking.

Event Tracking – ein mächtiges Analyse-Tool

Das Event Tracking ist deshalb ein so mächtiges Tool, weil damit gemessen werden kann, mit welchen Elementen und Inhalten die Besucher auf Ihrer Website interagieren. Damit leistet das Event Tracking einen äusserst wertvollen Beitrag für das Conversion Tracking sowie zur Qualitätsprüfung von Content und Design.

Einsatzmöglichkeiten für das Event Tracking

1. Analyse zur Nutzung der Navigation

Fast jede Website verfügt über eine Navigation. Wissen Sie, welche Navigationspunkte von den Usern genutzt werden? Und falls Sie eine Unternavigation im Einsatz haben – wissen Sie, ob diese von Ihren Usern verstanden und genutzt wird?

2. Header-Slider auf den Startseiten

Slider auf der Startseite sind bei Website-Betreibern sehr beliebt, obwohl die meisten Statistiken gegen Header-Slider sprechen: Der erste Slide wird zwar noch wahrgenommen, generiert aber kaum Klicks. Die Slides 2 und 3 und allenfällige weitere Slides werden von den Usern in den meisten Fällen nicht einmal mehr angesehen. Bedenkt man, dass ein Slider die Ladezeiten in den meisten Fällen deutlich ansteigen lässt, müsste sich jeder Website-Betreiber gut überlegen, warum ein Slider eingesetzt werden soll. Überzeugen Sie sich selbst und setzen Sie ein Event Tracking auf Ihren Slider.

3. Klicks auf Teaser und Buttons

Bleiben wir auf der Startseite – hier kann es besonders interessant sein, zu erfahren, welche Teaser und/oder Buttons geklickt werden, um zu entscheiden, welche Inhalte an welcher Position präsentiert werden sollen.

4. Abgeschickte Formulare

Je nachdem wie Ihre Formulare aufgebaut sind, gibt es keine Bestätigungsseite mit einer eigenständigen URL, die zur Bestimmung der Anzahl verschickter Formulare dienen kann. Auch in diesem Fall hilft das Event Tracking weiter.

5. Downloads von PDFs

Bieten Sie ein PDF zur Ansicht bzw. zum Download an und möchten gerne wissen wie oft dieses PDF aufgerufen wird? Auch hier liefert das Event Tracking Antworten. Denn auch wenn Sie das PDF auf Ihren Server hochgeladen haben, kann ein Aufruf nicht ohne Event Tracking gemessen werden, da auf einem PDF kein Analytics Code hinterlegt werden kann.

6. Klicks auf ausgehende Links (external links)

Sei es, weil Sie Kooperationen machen oder weil Sie aus einem anderen Grund erfahren wollen, über welche Links Ihre Website verlassen wird, so ist auch hier das Event Tracking die richtige Wahl.

Reports zum Event Tracking (Ereignisse)

Um die Reports zum Event Tracking interpretieren zu können, muss man wissen, wie ein solches aufgesetzt wird. Ein Event bzw ein Ereignis setzt sich aus folgenden Komponenten zuammen:

ga(’send‘, ‚event‘, ‚Ereignis-Kategorie‘, ‚Ereignis-Aktion‘, ‚Ereignis-Label‘, ‚Ereignis-Wert‘);

Ereignis-Kategorie

Die Ereignis-Kategorie ist idealerweise eine Bezeichnung für eine bestimmtes Element bzw. ein Oberbegriff für alle darunter zusammengefassten Ereignisse. Beispielsweise: Hauptnavigation, Slider, Downloads, Formulare usw. Ist ein Pflichtfeld.

Ereignis-Aktion

Die Ereignis-Aktion beschreibt die vorgenommene Aktion oder den Ort der vorgenommenen Aktion. Beispielsweise: Klick, Submit, Reiter-1, Slide-1. Ist ein Pflichtfeld.

Ereignis-Label

Im Ereignis-Label können zusätzliche Infos mitgeben werden wie Infos zum aktuellen Inhalt beispielsweise des Slide-1 oder von Teaser-2 usw. Das Ereignis-Label muss nicht zwingend abgefüllt werden.

Ereignis-Wert

Der Ereignis-Wert muss eine Ganzzahl sein und kann beispielsweise die Anzahl Sekunden eine angesehenen Videos sein. Er kann aber auch problemlos weggelassen werden bzw ungenutzt bleiben.

Berichte zum Event Tracking

Die Berichte zum Event Tracking finden Sie unter Verhalten. Wählen Sie den Punkt “Wichtigste Ereignisse”.

Sie erhalten nun einen Bericht für alle Ereignis-Kategorien. Entweder klicken Sie die gewünschte Kategorie an, um zu den dazugehörigen Ereignis-Aktionen zu kommen oder Sie fügen die Ereignis-Aktionen als sekundäre Dimension hinzu.

Die Auswertung der Ereignis-Berichte ist stark abhänig davon, wie das Event-Tracking aufgesetzt worden ist. Dieses erfordert etwas Erfahrung und Übung. Am besten arbeiten Sie mit eine Excel-Tabelle, damit Sie beim Aufsetzen und beim Auswerten den Überblick bewahren.

Weiterführende Links zum Thema Event Tracking

Google Analytics Event Tracking Code Generator für Links inkl. Event Tracking
http://www.seoweather.com/google-analytics-event-tracking-code-generator/

Leicht verständlicher Beitrag zur technischen Umsetzung des Event Trackings
http://www.zielbar.de/zugriffe-event-tracking-google-analytics-6545/

Event Tracking mit dem Google Tag Manager
https://support.google.com/tagmanager/answer/6106716?hl=de

By | 2017-08-08T08:03:39+00:00 14. Dezember 2015|Google Analytics|2 Comments

About the Author:

Franziska Senn verfügt über langjährige Erfahrung als SEO und Google Analytics Expertin. 2015 gründete Sie die Digital Manufaktur WebSENNsation für WordPress Websites und deren Optimierung.

2 Kommentare

  1. Mathias 13. Januar 2016 um 10:33 Uhr- Antworten

    Hallo Franziska,
    ich verwende liebend gern Event-Tracking.
    Richtig interessant sind sie vor allem auf One-Site-Pages.
    Schade nur, dass sie für einen technischen Laien so schwer zu implementieren sind 🙂

    • Franziska Senn 13. Januar 2016 um 23:16 Uhr- Antworten

      Hallo Mathias
      Besten Dank für Deinen Input. Je noch Systemen, die im Einsatz sind, ist das Event Tracking in der Tat aufwändig. Der Google Tag Manager erleichtert vieles. Aber auch wer WordPress nutzt, kann vom einen oder anderen Plugin profitieren. Hilfreich zumindest für einen ersten Eindruck kann auch die Chrome Extension Page Analytics sein.

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