Verkaufen mit Gravity Forms – das geht leichter als gedacht: von Dienstleistungen bis hin zum klassischen Online Shop für Produkte. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie mit Gravity Forms Ihren eigenen Shop erstellen können und wann Sie dafür besser WooCommerce nutzten.

Ein Beispiel für einen Gravity Forms Shop ist auf der Seite von Caffè Barone zu finden.

Hier erfahren Sie nun alles von der Produkterfassung bis zu den Bezahloptionen in Gravity Forms.

Produkte präsentieren mit Gravity Forms

Wie in jedem anderen Online-Shop können Sie mit Gravity Forms mehrere Produkte darstellen, diese mit Bildern und einem dazugehörigen Text beschreiben. Dazu erstellen Sie pro Produkt eine neue Sektion in Gravity Forms. Bilder und Texte können Sie in ein HTML-Feld hinzufügen.

Gravity Forms bietet entsprechende Produkt-Felder unter dem Dropdown “Preisfelder”. Wählen Sie “Produkt” und geben Sie den Produktnamen ein und legen den Preis fest. Anschliessend steht den Nutzer:innen ein Menge-Feld zur Verfügung, um gleich mehrere Produkte zu bestellen. Da Sie den Preis definierten, rechnet Gravity Forms die anfallenden Kosten sofort aus.

Und mit etwas Phantasie lässt sich daraus ein attraktives Produkt inkl. Bild und Produktbeschreibung erstellen, indem ein HTML-Feld genutzt wird und diese mit etwas CSS versehen wird. Das benötigte Bild wird zunächst in die Mediathek hochgeladen.

Und so sieht das Ergebnis im Online Shop von Caffè Barone aus:

Auf diese Weise können alle gewünschte Produkte eingefügt werden. Bis zu rund 12 Produkten funktioniert das wunderbar. Bei deutlich mehr Produkten leidet irgendwann die Übersichtlichkeit. Dies hängt nicht zuletzt auch von der Art der Darstellung der Produkte ab.

Der Gesamtbetrag kann in Gravity Forms unter allen Produkten über das Feld “Summe”, das ebenfalls unter den Preisfeldern zu finden ist, hinzugefügt werden.

Weitere Optionen: Versandkosten

Falls Versandkosten berechnet werden sollen, sind diese ebenfalls als Produkt zu erfassen. Im Gegensatz zu vorher, müssen wir jetzt den Feldtyp anpassen und zwar auf “Berechnung”. Im Beispiel betragen die Grundkosten für den Versand CHF 9.- dazu kommen weitere CHF 0.25 pro bestelltem Kaffee-Pack. Dafür lässt sich unter Verwendung von Merge-Tags, die Bezug nehmen zu den Produktfeldern oben, eine Formel zur Berechnung der Versandkosten erstellen.

Das ist nur ein Beispiel – möglich wäre es auch, dass über eine Produkt auch Versand-Optionen abzubilden wie beispielsweise A- und B-Post bzw. Standard und Express-Lieferung.

Die Kontaktdaten können mit Gravity Forms ebenfalls ganz einfach abgefragt werden. Hier können Sie den Gravity-Forms Online-Shop von Caffè Barone inkl. automatischer Preisberechnung anschauen: https://www.caffe-barone.ch/shop/

Bezahloptionen in Gravity Forms

In einem Online-Shop sind natürlich die Bezahloptionen relevant. Gravity Forms bietet verschiedene Add-Ons an, um Zahlungen entgegenzunehmen wie Paypal und Stripe für Kreditkartenzahlungen. Es werden noch weitere Anbieter unterstützt wie Authorize.net. Wem das noch nicht genug ist, findet auf WP Gateways noch etliche weitere Optionen wie beispielsweise Klarna: https://wpgateways.com/platform/gravity-forms/

Mit dem Stripe Add-On für Gravity Forms werden Zahlungen mit Kreditkarte als auch mit Google Pay sowie Apple Pay ermöglicht. Dazu benötigen Sie eine PRO Lizenz bei Gravity-Forms und einen Stripe Account. 

Für die Nutzung des Paypal Checkouts braucht es das Paypal Add-On, das ebenfalls in der PRO Lizenz enthalten ist sowie einen Paypal Geschäfts-Account.

Ein Add-On um eine Twint-Zahlung in Gravity Forms direkt einzubauen ist zurzeit nicht verfügbar. Aber es ist möglich, die Twint Angaben auf dem Gravity PDF anzugeben und so Twint-Zahlungen zu ermöglichen.

Gravity PDF: Rechnung / Lieferschein als PDF

Das Plugin Gravity PDF ermöglicht, was kundenseitig häufig gewünscht wird: die Erstellung einer Rechnung bzw. eines Lieferscheines. Das Plugin kann zwar keine Einzahlungsscheine erstellen, doch die IBAN Nummer kann mitgeben werden, wodurch das Dokument alle Infos enthält für die Bezahloption “Vorauskasse”. Das PDF wird mit der Bestellung automatisch generiert und kann falls gewünscht an die Bestätigungsemail angehängt werden. Gravity PDF ist ein kostenloses Plugin. Es werden diverse kostenlosen Templates angeboten inkl. Einbindung des eigenen Logos. Wer weitere Templates braucht, kann diese selber programmieren oder diese beim Anbieter von Gravity PDF einkaufen: https://gravitypdf.com/

Online Shop: Gravity Forms vs WooCommerce

Gravity Forms ist sicherlich keine Ersatz für WooCommerce. Denn Gravity Forms bietet zahlreiche Funktionen nicht, die ein klassischer Online Shop braucht – wie beispielsweise eine Warenkorbfunktion oder die Möglichkeit die Produkte nach verschiedenen Kriterien zu filtern. Andererseits muss es für eine überschaubare Anzahl an Produkten auch nicht immer gleich ein WooCommerce Shop erstellt werden, der in der Pflege und Wartung doch viel aufwändiger ist.

Gravity Forms hat noch einen Vorteil: Es eignet sich auch für sehr komplexe Angebote, bei denen die Käufer:innen viele Angaben zur Spezifizierung eines Produktes machen müssen. In Gravity Forms lassen sich diese Infos viel einfacher abfragen als in WooCommerce und auch die Weitergabe der gemachten Infos in der Bestätigungsemail gestaltet sich weitaus einfacher als in WooCommerce.

Fazit: Gravity Forms als Online Shop

In diesem Beitrag haben Sie gesehen, wie Produkte erfasst und dargestellt werden können. Mit etwas HTML und CSS lassen sich sogar Produktbilder einbinden. Auch für die Anzeige des Gesamtbetrages gibt es ein Feld und über die Funktion “Berechnen” lässt sich vieles realisieren – beispielsweise die Berechnung von komplexen Versandkosten. Wer nur ein paar wenige Angebote / Produkte verkaufen möchte, kann durchaus über eine Lösung mit Gravity Forms nachdenken. Das gilt auch für all jene die komplexe Produkte / Dienstleistungen verkaufen, die von den Kund:innen spezifiziert werden können. 

Haben Sie eine Idee, wie Sie mit Gravity Forms auf Ihrer Website Dienstleitungen oder Produkte verkaufen könnten?
Gerne helfen wir Ihnen bei der Umsetzung.

Erwischt!

Hohoho, da gehört wohl jemand zum WeMo Type "Die Offenen" mit dem Kernmotiv "Neugier". Hohoho....

Oder vielleicht doch nicht "Die Offenen"? Wie wäre es, wenn Du zum Zeitvertreib bis das gewünschte Türchen geöffnet werden kann, das Zielgruppen Quiz machst?

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