SEO Checkliste 2018 – Strategien für WordPress Websites

Was braucht es, um 2018 mit einer WordPress Website in den Suchresultaten von Google vorne dabei zu sein?

Suchmaschinenoptimierung ist die Summe von vielen Details. Dieser Beitrag bespricht die wichtigsten SEO-Aspekte für 2018. Damit Sie diese richtig umsetzen können, finden Sie zu jedem Punkt Hinweise zur Realisierung in WordPress.

Am Ende dieses Beitrages finden Sie gleichsam als Zusammenfassung eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten, die es zu beachten gilt. Damit Ihre WordPress Website 2018 bei Google gefunden wird.

1. Indexierbarkeit prüfen

Damit Google eine Website in den Suchresultaten anzeigen kann, müssen die einzelnen Seiten einer Website indexiert werden. Dafür müssen die Google Bots die Inhalte der Website durchforsten können. Werden die Bots aber ausgesperrt, dann kommen die Seiten auch nicht in den Index.

WordPress SEO Tipp: Indexierbarkeit sicherstellen

Vergewissern Sie sich, dass die Bots der Suchmaschinen Zugriff auf Ihre Website haben. Klicken Sie dazu im Backend auf Einstellungen. Unter Einstellungen > Lesen gibt es den Punkte “Sichtbarkeit für die Suchmaschinen“. Diese Checkbox muss LEER sein.

XML Sitemap in WordPress erstellen

Die Indexierung einer Website lässt sich beschleunigen, indem eine XML Sitemap erstellt wird und diese in der Google Search Console hochgeladen wird. Eine XML Sitemap lässt sich einfach mit Plugins wie beispielsweise Google XML Sitemaps erstellen.

Wer das verbreitete SEO Plugin SEO Yoast nutzt, findet nach dem Aktivieren der “Erweiterten Einstellungen” im Reiter “Funktionen” einen Navigationspunkt XML. Ihre XML Sitemaps werden automatisch erstellt. Nach dem Erstellen der Sitemap laden Sie diese in der Search Console von Google hoch. Das ist der schnellste Weg, um eine Website zu indexieren. In rund 14 Tagen sollte es geschafft sein, kann aber auch mal länger dauern.

2. Auffallen in den Suchresultaten – Snippet Optimierung

Die Optimierung der Snippets gehört zu den effektivsten Massnahmen für die Suchmaschinenoptimierung. Denn damit kann das Ranking sowie die Klickrate (CTR) gesteigert werden. Und umso höher Letztere ist, desto besser wird wiederum das Ranking.

Was ist ein Snippet?

Wer eine Suchanfrage bei Google startet, erhält eine Suchresultatliste – auch SERP genannt (SERP = Search Engine Result Page). Eine solche Suchresultatliste besteht aus unterschiedlichen Snippets – traditionellerweise kurze Textblöcke mit einem Titel, einer URL und einem kurzen Beschreibungstext.

2.1. Die Meta Tags oder das Standard-Snippet

Die Inhalte der klassischen Snippets lassen sich über die sogenannten Meta Tags steuern. Die Meta Tags setzen sich aus dem Title Tag und dem Description Tag zusammen. In letzter Zeit konnte beobachtet werden, dass die ausgelieferte Description wesentlich länger ist als in der Vergangenheit. Früher konnte von ca. 150 bis 160 Zeichen ausgegangen werden.

Meta Tags erstellen für WordPress mit SEO Yoast

Der einfachste Weg um eine WordPress Website mit Meta Tags zu bestücken, ist die Nutzung eines SEO Plugins wie SEO Yoast. Eine Anleitung zum Schreiben von Meta Tags gibt es im Beitrag 4U Formel für perfekte Meta Tags.

Meta Tags in SEO Yoast bearbeiten

2.2. Rich Snippets – Snippets angereichert mit Zusatzinformationen

Rich Snippets werden über strukturierte Daten generiert, die auf der Website hinterlegt sind. Auf schema.org findet sich eine Sammlung von Auszeichnungen, die für Rich Snippets eingesetzt werden können. Nicht alle Inhalte eignen sich gleichermassen für die Auszeichnung mit strukturierten Daten. Wer kann, sollte diese Möglichkeit nutzen. Anbei eine Liste für die populärsten Einsatzgebiete:

  • Bewertungen
  • Rezepte
  • Produktbewertungen
  • Veranstaltungen: z.B. Konzerte
  • Musik
  • Videos
  • Preise

SEO Tipp: Rich Snippets in WordPress erstellen

Wir haben im letzten Abschnitt gesehen, dass es ganz unterschiedliche Einsatzgebiete für Rich Snippets gibt. Wer diese nutzen möchte, muss sich zunächst klar darüber werden, welche Markups gesetzt werden sollen. Dies gilt auch für die Umsetzung in WordPress. Denn die verschiedenen Plugins eignen sich meist für eine bestimmte Art Content. Ein guter Allrounder ist das Premium Plugin Rich Snippets WordPress Plugin. Für Testimonials gut geeignet ist das Plugin Testimonials Showcase und für Rezepte empfiehlt sich das Plugin Recipe Box.

Featured Snippets – das Suchergebnis auf Position 0

Bestimmt haben Sie schon des Öfteren Featured Snippets in den Suchresultaten gesehen. Es handelt sich dabei um ein hervorgehobenes Suchergebnis, das meist eine Antwort auf eine konkrete Frage liefert. In SEO-Kreisen wird von Position 0 gesprochen, weil diese Antworten vor den Suchresultaten ausgeliefert werden. Ziel von Google ist es, den Suchenden eine schnelle und hilfreiche Antwort zu liefern. Nachfolgend das Beispiel zur Frage: Wie funktioniert segeln?

Featured Snippet - Position 0 in der SERP

Im Gegensatz zu den Rich Snippets können Featured Snippets nicht über den Einbau eines bestimmten Codes erzeugt werden. Google entscheidet. Die Chancen steigen, wenn W-Fragen beantwortet werden.

3. Optimierung der User Experience

Suchmaschinenoptimierung bedeutet 2018 insbesondere auch Optimierung der User Experience – also die Optimierung der Zufriedenheit der Nutzer beim Besuch einer Website. Google weiss, dass ihre Suchmaschine nur verwendet wird, wenn diese brauchbare Resultate liefert. Deshalb bevorzugt Google Websites mit guten Nutzersignalen. Dazu gehören unter anderem die Ladegeschwindigkeit (Pagespeed) einer Website sowie die Optimierung für Mobilgeräte.

3.1. Ladezeiten-Optimierung

Tools zum Messen der Website-Geschwindigkeit

Die Ladegeschwindigkeit einer Website lässt sich mit verschiedenen Tools messen: Eine guten Überblick liefert das Google Tool PageSpeed Insights. Ein weiteres Tool stammt von Pingdom. Dieses liefert verschiedene Statistiken und eignet sich für eher erfahrene Anwender. Und zu guter Letzt noch der Verweis auf WebPagetest. Dieses Tool eignet sich insbesondere für internationale Websites, da sich der Pagespeed in Abhängigkeit zum Standort messen lässt.

Die Pagespeed-Optimierung ist ein spannendes, aber auch ein sehr technisches Thema. Ich möchte deshalb an dieser Stelle lediglich auf die Bildoptimierung eingehen, da sich jeder WordPress Website-Besitzer darum kümmern sollte. Für Optimierungen der Komprimierung, des Browser Cache usw. wenden Sie sich am besten an Ihren Webmaster.

3.2. Massnahmen zur Verbesserung des Pagespeed

WordPress SEO Tipp: Bilder SEO

Grosse Bilder verlangsamen das Laden einer Website. Nur zu häufig werden Bilder direkt von der Kamera in die Mediathek hochgeladen. Bilder können nicht nur mit Photoshop fürs Web optimiert werden. Auch das kostenlose Programm IfranView oder die Online Anwendungen Pixlr und Canva ermöglichen die Bearbeitung und Komprimierung von Bildern.

Welche weiteren Faktoren es hinsichtlich Bilder SEO zu berücksichtigen gilt, können Sie im Beitrag zu Bilder SEO nachlesen.

Wer lieber auf Plugins setzt für die Optimierung, sollte sich diese beiden Plugins ansehen: Das WordPress Plugin WP Smush.it verkleinert Bilder automatisch beim Upload. Eine Alternative dazu ist das Plugin Optimus, das eine Komprimierung von bis zu 70% liefert. Der volle Leistungsumfang ist allerdings nur in der kostenpflichtigen Version erhältlich.

Bilder SEO mit einem CDN: Was ist CDN und wer kann davon profitieren?

Eine weitere Option zur Senkung der Ladezeiten für Bilder ist der Einsatz eines CDN. Die Abkürzung CDN steht für Content Delivery Network. Bilder werden auf externe Server ausgelagert, die auf der ganzen Welt verteilt und über ein Netzwerk zusammen verbunden sind. Erfolgt ein Aufruf einer Website werden die Bilder von jenem Server zu Verfügung gestellt, der am schnellsten liefern kann. Diese Umsetzung geht mit einem grösseren Aufwand und Kosten einher, kann sich aber gerade für international aufgestellte Unternehmen lohnen – aber auch für national aufgestellte Websites mit einem grossen Traffic-Volumen.

3.3. Optimierung für Mobilgeräte

Man liest es überall und kann es kaum noch hören: Immer mehr Menschen sehen sich Websites auf dem Smartphone an. Diesem Umstand muss man Rechnung tragen ob man will oder nicht. Noch immer gibt es Websites, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind. Wie sieht Ihre Website auf einem Smartphone aus?

Responsive Design

Die Optimierung für Mobilgeräte ist 2018 Pflicht. Responsive Design dürfte dabei die sinnvollste Form der Umsetzung sein – insbesondere für WordPress Websites. Das Responsive Design ist bei vielen Themes bereits angedacht. Doch häufig braucht es Nachbesserungen und manuelle Optimierungen. Testen Sie Ihre WordPress Website deshalb ausgiebig auf verschiedenen Mobilgeräten.

Mobile Index First

Immer wieder hat man im letzten Jahr davon gelesen, dass Google ab 2018 den Index der mobilen Websites priorisieren will. Ein konkretes Datum für diesen einschneidenden Wechsel wurde noch nicht kommuniziert. Aber sobald die Umstellung erfolgt ist, sinken die Chancen in den Suchresultaten zu ranken massiv für Websites, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind.

Voice Search: Bedeutung von Longtails Keywords steigt

Laut Google soll jede fünfte Suchanfrage via Mobilgeräte über eine Spracheingabe erfolgen. Diese Spracheingaben sind in den meisten Fällen länger als Texteingaben. Aus diesem Grund sollte bei der Erstellung des Contents vermehrt an die Longtail Keywords gedacht werden. Überlegen Sie sich, welche Frage / welches Problem Ihre Zielgruppe gelöst haben möchte und liefern Sie darauf eine Antwort.

4. Einzigartige und hilfreiche Inhalte

Erinnern wir uns – das oberste Ziel von Google ist der zufriedene Nutzer. Entsprechend versucht Google zu interpretieren, wie es um die Benutzerzufriedenheit steht hinsichtlich der Websites, die von einer Suchresultatseite her angesehen wird.

Liefern Sie deshalb nützliche, hilfreiche und unterhaltsame Inhalte. Die Keyword-Analyse ist eine geeignete Methode, um die Begriffe zu eruieren, mit denen Leute nach den Antworten auf ihre Fragen und Probleme suchen. Google versucht die Qualität der Inhalte anhand verschiedener Messwerte abzulesen.

Absprungrate als Rankingfaktor

Die Absprungrate, die Besuchszeit oder die pro Besuch angesehenen Seiten können als Messwerte dienen, die Aussagen über die Zufriedenheit ermöglichen. Insbesondere die Absprungrate gilt als SEO-Kriterium.

Was ist ein Absprung?

Wenn ein Besucher auf eine Seite einer Website kommt (Sitzung) und die Website gleich wieder verlässt ohne einen weitere Seite anzusehen oder irgendeine andere Interaktion vorzunehmen, dann nennt man das einen Absprung. Die Absprungrate (Bounce Rate) versteht sich somit als Anteil der Sitzungen mit nur einem einzigen Seitenaufruf.

Um die Absprungrate zu senken, muss ein Besucher einen weiteren Klick vornehmen. Möglichkeiten, die zu erreichen bieten interessante interne Verlinkungen beispielsweise auf interessante Teaser in der Sidebar oder auch durch den Verweis auf thematisch ähnliche Beiträge für die sich ein User ebenfalls interessieren könnte.

WordPress SEO Tipp: Ähnliche Beiträge anzeigen

Es gibt verschiedene Plugins, die es ermöglichen automatisch ähnliche Beiträge anzuzeigen. Beispielsweise Yet Another Related Posts Plugin oder Yuzo – Related Posts. Allerdings sind diese automatisierten Lösungen nicht immer die beste Wahl, da sich die Ladezeiten einer Website erhöhen. Häufig ist es sinnvoller, eine manuelle Liste mit Verlinkungen zu erstellen und sich dabei zu fragen, welche weiterführenden Inhalte für den Nutzer wirklich relevant und hilfreich sind.

SEO CHECKLISTE 2018

Prüfen Sie anhand der nachfolgenden Checkliste, ob Ihre Website für 2018 ideal aufgesetzt ist.

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Website indexiert werden kann.

  • Schreiben Sie packende Meta Tags, die zum Klicken anregen.

  • Prüfen Sie die Möglichkeit für die Nutzung von Rich Snippets.

  • Verbessern Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website.

  • Optimierien Sie Ihre Website für Mobilgeräte.

  • Erstellen Sie einzigartige Inhalte und heben Sie sich damit von der Konkurrenz ab.

By |2018-01-17T22:30:13+00:0017. Januar 2018|SEO, WordPress|0 Kommentare

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