WooCommerce Bezahloptionen: Paypal, Rechnung, Kreditkarte, Postfinance & Co.

Wer mit seinem WooCommerce Online Shop erfolgreich sein will, muss sich Gedanken über die angebotenen Zahlungsarten machen. Die Bezahloptionen sind vielfältig: Kreditkartenzahlung, Paypal, Postfinance, Rechnung, Vorauskasse, Lastschriftverfahren, Scheckzahlungen oder neuerdings Kryptowährungen wie Bitcoin.

Dieser Beitrag erklärt, was es braucht um Online Zahlung anbieten zu können, welche Zahlungsarten sich in WooCommerce umsetzen lassen und wo die Vor- und Nachteile der verschieden Lösungen liegen.

Standard Bezahloptionen in WooCommerce

WooCommerce bietet nach der Installation folgende Bezahloptionen an: Direkte Banküberweisung bzw. Vorauskasse, Scheckzahlungen, per Nachnahme und Paypal.

Standard Bezahloptionen in WooCommerce

Es fehlen also wichtige Bezahloptionen wie Rechnung, Kreditkartenzahlung oder Postfinance, während die Scheckzahlung und die Zahlung per Nachnahme in der Schweiz kaum verbreitet und damit bedeutungslos sind. Für die meisten Online Shops wird demnach eine Anpassung der Bezahloptionen in WooCommerce notwendig sein. Was es braucht, um insbesondere Online Zahlungen zu akzeptieren zeigt der nächste Abschnitt. Zum Thema Zahlung gegen Rechnung in WooCommerce folgt in Kürze ein separater Beitrag.

Wie funktioniert eigentlich eine Online Zahlung?

Damit in einem Shop Online Zahlungen akzeptiert werden können, braucht es zwei Dinge:

Zum einen benötigen Sie einen Akzeptanzvertrag mit einem Acquirer. Ein Akzeptanzvertrag ist ein Vertrag zwischen Ihnen und einem Zahlungsanbieter (wie z.B. MasterCard oder Visa). Dieser Akzeptanzvertrag gibt Ihnen die Befugnis, Online Zahlungen in Ihrem Shop zu akzeptieren. In der Schweiz bekannte Acquirer sind beispielsweise Aduno, Postfinance, Six oder Concardis.

Zum anderen benötigen Sie einen Processing Vertrag mit einem Payment Service Provider. Ein Payment Service Provider (PSP) ist eine technische Plattform, die die Online Zahlung abwickelt. In der Schweiz bekannte PSP sind beispielsweise Datatrans, Postfinance oder Six Payment Services.

Für Ihren Online Shop haben Sie die Wahl: Entweder Sie wählen einen Partner, der beide Dienstleistungen anbietet (Acquirer und PSP) oder Sie entscheiden sich für zwei separate Anbieter. Der Unterschied liegt in den Gebühren: Ein Partner für beides ist einfacher im Handling, aber auch etwas teurer bzw. mit höheren Gebühren verbunden.

In der Regel empfiehlt es sich für die meisten, die mit einem Online Shop starten, einen Partner für beides (Acquirer und PSP aus einer Hand) zu wählen. Denn in der Regel zahlt sich der Aufwand von zwei Partnern nur aus, wenn Umsätze von mehreren 10’000 pro Monat generiert werden oder die einzelnen Warenkorb-Beträge sehr hoch sind.

Zahloptionen mit einen Partner (Acquirer und PSP aus einer Hand)

Paypal – Schnittstelle in WooCommerce vorhanden

Ein Geschäftskonto ist bei Paypal schnell eröffnet und die Schnittstelle wird in WooCommerce gleich mitgeliefert. Sprich Paypal ist die wohl einfachste Möglichkeit Online Zahlungen in einen WooCommerce Shop zu integrieren. Und was viele nicht wissen – der Kunde braucht nicht zwingend ein Paypal-Konto, um über Paypal zu bezahlen. Denn via Paypal sind auch Kreditkartenzahlungen möglich. Nur für Zahlungen via Paypal ist ein entsprechende Konto notwendig.

Ein Nachteil von Paypal aus Händlersicht sind sicherlich die relativ hohen Gebühren pro Transaktion. Dafür entstehen weder Einrichtungskosten noch monatliche Gebühren. Für den Kunden sind Paypal-Zahlungen einfach abzuwickeln – mit Email-Adresse und Passwort. Kunden, die Paypal haben, zahlen gerne damit.

Mehr Infos über die Gebühren und Preise von Paypal finden Sie hier:
https://www.paypal.com/ch/webapps/mpp/paypal-fees

Stripe – Schnittstelle in WooCommerce dank kostenlosem Plugin

Stripe ist ein Startup aus den USA und ermöglicht Kreditkartenzahlungen sowie einige in der Schweiz (noch?) wenig verbreitete dafür in China umso bekanntere Bezahllösungen wie Alipay oder WeChat Pay. https://support.stripe.com/questions/pricing-of-payment-methods-in-switzerland
Der Acquirer ist ebenfalls inklusive. Die Schnittstelle zu Stripe kann über ein kostenloses Plugin realisiert werden. Sprich Stripe ist eine gute Lösungen für alle, die in Ihrem Shop eine unkomplizierte Lösung für Kreditkartenzahlungen suchen.

Die Gebühren bei Stripe sind niedriger als jene bei Paypal. Insofern lohnt es sich also, sich Stripe etwas genauer anzusehen. Hinweis: Im Gegensatz zu Paypal ist die Verwendung eine Sicherheitszertifikates (HTTPS) bei der Nutzung von Stipe zwingend. Aber Hand aufs Herz: eine Website ohne HTTPS ist heute kaum noch tragbar ganz zu schweigen von einem Shop. Insofern handelt sich dabei nicht um einen Negativpunkt.

Gebühren und Preise:
https://stripe.com/ch/pricing

Postfinance – kostenpflichtige Schnittstellen verfügbar

Die gelben Karten sind in der Schweiz weit verbreitet und habe eine hohe Akzeptanz. Doch das ist nicht der einzige Grund um Postfinance als Partner zu wählen. Denn via Postfinance lassen sich in WooCommerce auch Kreditkartenzahlungen, Paypal und verschiedene weitere Bezahldienste anbinden. Der Vorteil der Nutzung von Postfinance sind die verhältnismässig tiefen Gebühren.

Der grosse Nachteil ist die Komplexität der Integration: Es gibt kein kostenloses Plugin auf dem Markt und es bedarf aufwändiger Konfigurationen sowohl in WooCommerce als auch bei Postfinance selbst. Unterstützung gibt es bei Customweb. Das Unternehmen bietet nicht nur eine Schnittstelle in Form eines Plugins an, sondern kümmert sich gegen einen entsprechenden Aufpreis auch um die Integration. Die jährlichen Kosten für das Plugin betragen CHF 200.-

Mehr Infos über die Gebühren und Preise von Postfinance gibt es hier:
https://www.postfinance.ch/de/unternehmen/produkte/debitorenloesungen/e-payment-psp.html

Payrexx

Keine Lust, mehrere Schnittstellen für Bezahloptionen zu pflegen? Dann könnte Payrexx interessant für Sie sein. Payrexx ist ein Meta Payment Service Provider, der es ermöglicht einfach über unzählige Kanäle online zu verkaufen. Gemäss eigenen Angaben sind alle Zahlungsprovider in der Schweiz via Payrexx verfügbar – beispielsweise auch WIRpay. Ein weiterer Vorteil liegt im kostenlos verfügbaren WooCommerce Plugin.

Sie wissen unterdessen wie der Hase läuft: Je einfacher die Implementierung, desto höher die Gebühren. Das ist ist auch bei Payrexx nicht anders. Dennoch lohnt sich ein Blick darauf – zumal Payrexx noch einige weitere interessante Features anbietet, die über WooCommerce hinausgehen.

Mehr Infos über die Gebühren und Preise von Payrexx gibt es hier:
https://www.payrexx.com/de/preise/preise/

Zusammenfassung: Vor- und Nachteile der Bezahloptionen

Bei der Wahl der Bezahloptionen gilt es abzuwägen zwischen den Interessen der Käufer und den Ihren als Shopbetreiber. Während die Kunden eine Bezahlung gegen Rechnung bevorzugen, trägt der Händler das Risiko. Insbesondere aber hinsichtlich der Gebühren gilt es einiges zu überlegen. Wie hoch ist der durchschnittliche Warenkorb? Wie viele Transaktionen gibt  es monatlich? Die beste Lösung gibt es nicht. Aber WebSENNsation unterstützt Sie gerne bei der Entscheidung für Ihren WooCommerce Online Shop.

Bezahloptionen bei WooCommerce im Vergleich
By |2018-09-03T20:47:06+00:003. September 2018|WooCommerce|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Für messbar mehr Erfolg.

Wissenswertes zu WordPress, SEO und Google Analytics 1x pro Monat per Email erhalten.
Mehr zum Inhalt, Datenschutz und Widerrufsrecht.

Sie haben sich für den WebSENNsation Newsletter eingetragen. Bitte prüfen Sie Ihre Inbox und bestätigen Sie Ihre Anmeldung (Double Optin Verfahren).