Menschen entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob Ihnen ein Produkt zusagt oder nicht. Diese Entscheidung basiert meist allein auf der Farbgebung. Das heisst es lohnt sich, sich bei einem Branding Gedanken zu machen, was für Farben eingesetzt werden und was für eine Bedeutung Sie vermitteln wollen.

An was für eine Farbe denken Sie, wenn Sie «Liebe» lesen? Wahrscheinlich gehören Sie auch zum Grossteil der Menschen, der hier innert Sekunden ein rotes Herz vor sich sieht.

Farben sind in unseren Köpfen verankert und mit Assoziationen besetzt. Sei es psychologisch, symbolisch, traditionell, emotional oder politisch. Was sehen Sie, wenn Sie das Wort «Gefahr» hören? Richtig, ebenfalls «Rot». Eine Farbe – zwei gegensätzliche Bedeutungen.

Farbe vermittelt immer ein Gefühl und ist mit einer psychologischen Bedeutung behaftet, die häufig im Unterbewusstsein eine wichtige Rolle spielt. Farbe beeinflusst auch unser Verhalten und ist deshalb ein wichtiger Aspekt, den es im Design für Ihr Unternehmen zu beachten gilt:

  • Wofür steht Ihr Unternehmen?
  • Welche Farbe könnte Ihre Zielgruppe ansprechen?
  • Mag es Ihre Zielgruppe schlicht und zurückhaltend oder erscheint es dann gleich langweilig?
  • Mag sie es auffallend und leuchtend oder wirkt es dann gleich abschreckend?
  • Mag es Ihre Zielgruppe auffallend und leuchtend oder wirkt es dann gleich abschreckend?

Farb-Psychologie für die WeMo-Types

Nicht für jeden Typen sind alle Farben und Farbkombinationen gleich ansprechend. Sie können also im schlimmsten Fall mit einem unpassenden Farbkonzept Ihre ganze Zielgruppe verfehlen. Zielgruppe noch nicht definiert? Hier geht’s zur Zielgruppendefinition. Denn während die aufgeschlossene Nachbarin vielleicht gerade ihre Wohnung im angesagten Korallen-Rot-Ton gestrichen hat, peppt die pflichtbewusste Cousine höchstens mit einigen blauen Accessoires die Wohnung auf.

Anhand der WeMo-Types versuchen wir nun den Einsatz der Farben für die unterschiedlichen Zielgruppen etwas besser zu verstehen.

Die Traditionellen – ja nicht zu tief in den Farbtopf greifen

Die Traditionellen mögen es schlicht und konventionell. Deshalb gilt auch bei der Farbwahl, sich eher auf gedämpfte und eintönige Farben zu beschränken. Ein buntes Sammelsurium an Farben überfordert die Zielgruppe und der gewünschte authentische Gesamteindruck geht verloren.

Gerne dürfen helle und unaufdringliche Farben eingesetzt werden wie zum Beispiel ein «Beige» oder ein «Grau». Ein dunkles «Blau» kann als beruhigende und verlässliche Komponente unterstützend wirken und das Gesamtbild einer vertrauensvollen Darstellung unterstreichen.

Die Harmonischen – monochrome Farbklänge vermitteln die gewünschte Harmonie

Klar, die Harmonischen mögen es harmonisch. Das gilt definitiv auch bei den Farben. Die Harmonischen bleiben in einer Farbfamilie, das heisst wenn ein «Grün» gewählt wird, entscheidet man sich für weitere, unterschiedliche Grüntöne. Akzente werden mit dunkleren oder helleren Grünnuancen gesetzt.

Das Gesamtbild soll abgestimmt und warm wirken, deshalb mögen die Harmonischen auch die «Erdtöne» welche als bodenständig und freundlich gelten. Auch eine violett-braune Farbpalette, welche Sinnlichkeit generiert, kann gut eingesetzt werden – die spricht dann aber eher eine weibliche Zielgruppe an.

Die Offenen – viele viele bunte … Farben

Hier darf aus dem Vollen geschöpft werden – denn die Offenen mögen es farbig. Am besten setzt man komplementäre Farbkombinationen ein, denn durch ihre Gegensätzlichkeit steigern sich die Farben gegenseitig.

Das Gesamtbild soll aussergewöhnlich und belebt wirken. Dies erreicht man auch, wenn man keine reinen Farben einsetzt. Ein normales Grasgrün wäre hier zu langweilig. Lieber etwas gelb, rot und schwarz hinzufügen und schon hat man ein schönes Olivgrün, das gleich viel einzigartiger wirkt.

Die Mutigen – leuchtende Farben bekräftigen die Unabhängigkeit

Die Mutigen mögen es lebendig und unkonventionell. Deshalb ist es wichtig, dass hier mit einer strahlenden und bestimmenden Farbe Akzente gesetzt werden. Eintönige und unauffällige Darstellungen werden hier gemieden.

Mut zu Farbe ist hier die Devise. Zum Beispiel mit einem leuchtenden «Orange», welches für Vitalität und Risiko steht. Der Gesamteindruck soll ja nicht langweilig wirken sondern mit einer gewissen Originalität überzeugen und sich von anderen abheben.

Die Leistungsorientierten – dominante Farben bestärken das selbstbewusste Auftreten

Eine auffallende und gleichzeitig exklusiv wirkende Darstellung ist bei den Leistungsorientierten Pflicht. Reine und leuchtende Farben können diese Wirkung unterstützen. Es ist hilfreich eine dominierende Farbe gezielt und in Massen einzusetzen um Stärke und Selbstbewusstsein zu vermitteln.

Ein passender Farbton ist hier «Rot», welcher aufregend und energiegeladen wirkt. Akzente in einem «Goldton» kann die Exklusivität unterstützen.

Die Genauen – kühl wirkende Farben bekräftigen ein exaktes Gesamtbild

Bescheiden, exakt, kontrolliert – drei Adjektive die zu den Genauen passen. Bei den Farben sieht es ähnlich aus. Auch diese darf man hier ruhig sparsam einsetzen. Die Farbpalette der Genauen sieht unaufdringlich und ruhig aus.

Kühle Blautöne eignen sich hierfür besonders, denn blau wirkt beruhigend und steht für Verlässlichkeit und Vertrauen. Eine perfekte Wahl also für diejenigen, die Struktur und Planung mögen.

Die passende Farbe unterstützt den Wiedererkennungswert

Zum Schluss noch einmal eine kleine Testfrage. An was für ein Getränk denken Sie, wenn ich von einer Getränkeflasche mit einer roten Etikette rede?

Genau, an ein dunkles Süssgetränk mit einem geschwungen Schriftenlogo. Coca Cola hat es geschafft, dass ihre Corporate Identity Farbe gleichsam mit dem Namen genannt werden kann. Das «Rot» ist in den Köpfen verewigt und gilt als typischer Wiedererkennungswert der Firma.

Sie sehen, Farben können in jedem Fall unterstützend wirken und es lohnt sich allemal sich Gedanken über die Farbwahl für das eigene Unternehmen zu machen. Denn Farbe ist nicht gleich Farbe und «Rot» ist nicht für alle gleich »Rot».

Fazit

Wir haben gesehen, dass Farbe eine entscheidende Bedeutung für uns Menschen hat. Gewisse Farben verbinden wir alle mit ähnlichen Dingen, wie eben Rot für Liebe und Gefahr. Jedoch werden die Farben und Farbkombinationen im eigenen Logo und auf der Website von uns Menschen unterschiedlich bewertet. Deshalb versuchten wir mit den WeMo-Types eine Hilfestellung bei der Farbwahl abhängig von der Zielgruppe zu geben: Manche mögen es schlicht und anderen kann es nicht bunt genug sein.

Erwischt!

Hohoho, da gehört wohl jemand zum WeMo Type "Die Offenen" mit dem Kernmotiv "Neugier". Hohoho....

Oder vielleicht doch nicht "Die Offenen"? Wie wäre es, wenn Du zum Zeitvertreib bis das gewünschte Türchen geöffnet werden kann, das Zielgruppen Quiz machst?

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